SIGNIS: “Illuminati” ist harmlose Unterhaltung

Der australische Filmexperte P. Peter Malone hat in einer Stellungnahme für die internationale katholische Medienorganisation SIGNIS den Film „Illuminati“ als „zwei Stunden harmloser Unterhaltung” eingestuft. Malone verweist darauf, dass der Roman eine zentrale Figur habe (den Camerlengo), deren Wandlung psychologisch ziemlich absurd erscheine und der Film etwas glaubwürdiger werde, weil auf den problematischen Hintergrund verzichte. Zur Erinnerung: im Roman wird enthüllt, dass der Camerlengo der leibliche Sohn des Papstes ist, der durch künstliche Befruchtung gezeugt wurde. Das zentrale Thema, so Malone, sei das Verhältnis von Kirche und Wissenschaft, was angesichts der Aufarbeitung des Falles Galileo aber unproblematisch geworden sei. Dass es trotzdem im Vorfeld zu Protesten kam, führt Malone vor allem auf die Aktivitäten von William Donohue, dem Präsidenten der Katholischen Liga in den USA, zurück, der Angriffe auf die Kirche festgestellt haben will. Ein kanadischer Priester, der inkognito am Set war, soll Donohue über anti-katholische Äußerungen des Teams informiert haben. Viele der angeblichen Angriffe bezögen sich aber auf das Buch und seien im Film gar nicht vorhanden.

Text der Stellungnahme unter: http://www.signis.net/article.php3?id_article=3221