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Chinesische
Filme sind die Gewinner
Preise der Ökumenischen Jury bei der Berlinale 2007
Chinesische Filme lagen bei der Ökumenischen Jury ganz vorn.
Zwei von drei Preisen der Jury der kirchlichen Filmorganisationen
SIGNIS und INTERFILM bei den 57. Internationalen Filmfestspiele
Berlin (8.-18. Februar 2007) gingen an Filme aus der Volksrepublik
China. Aus dem internationalen Wettbewerb zeichnete die Jury den
Film
TU YA DE HUN SHI (TUYAS EHE)
Volksrepublik China 2006
von Wang Quanan
aus, der auch den Goldenen Bären der Internationalen Jury erhielt.
In der Begründung heißt es: Tuya, eine Frau in
der mongolischen Steppe, kämpft mit einem behinderten Mann
und zwei Kindern um ihre Existenz. Eine hilfreiche Lösung wäre
es, einen neuen Mann zu heiraten. Schmerzhaft ist ihr Weg, aber
getragen von einem Grundvertrauen. Dem Film gelingt es in bewegenden
Bildern nahe an der traditionellen Kultur zu bleiben. Mit einem
liebenden Blick und Sinn für die Ambivalenz menschlicher Entscheidungen
inszeniert er das Beziehungsdrama glaubwürdig.
Aus der Programmsektion Panorama ging der Preis an
den Film
LUO YE GUI GEN (GETTING HOME)
Hongkong / Volksrepublik China 2007
von Zhang Yang.
Ihre Entscheidung erläuterte die Jury wie folgt: Zhao
bringt den Leichnam seines plötzlich verstorbenen Kumpels in
dessen weit entfernte Heimatstadt zurück. Ein schwieriges Unterfangen,
bei dem er immer wieder auf Hilfe angewiesen ist. Ein ungewöhnliches
Roadmovie, das mit viel Humor und Fantasie liebevoll davon erzählt,
wie eine unmöglich scheinende Aufgabe durch viele Begegnungen
bewältigt werden kann. Auch unter extrem harten sozialen Bedingungen
wird so menschliche Nähe sichtbar.
Ein europäischer Film machte das Rennen im Programm des Internationalen
Forums des Jungen Films. Die Jury vergab ihre Preis an den Film
CHRIGU
Schweiz
von Jan Gassmann und Christian Ziörjen,
aus Sicht der Jury eine beeindruckende Dokumentation: Chrigu,
ein junger Mann, der unheilbar an Krebs erkrankt ist, dokumentiert
den Prozess seines Sterbens als Teil des Lebens, und sein Leben
als Teil des Sterbens. Vor seiner Krankheit arbeitete Chrigu als
Produzent und Regisseur für eine befreundete Hiphop-Band. Deren
pulsierende Musik unterstreicht den Rhythmus von Freude und Schmerz,
Lachen und Traurigkeit, Leben und Tod. Indem er die Unausweichlichkeit
des Todes akzeptiert, betont Chrigu den Wert des Lebens.
Mitglieder der Ökumenischen Jury waren:
Charles Martig, Schweiz (Präsident),
Angelika Obert, Deutschland,
Prof. em. Marjorie Suchocki, USA,
Anita Uzulniece, Lettland,
Théo Péporté, Luxemburg
Katharina Zeckau, Deutschland
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