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Die große Stille sammelt Auszeichnungen
Die große Stille, der ungewöhnliche, fast
dreistündige Dokumentarfilm über die Kartäuser-Mönche,
bleibt weiterhin auf der Erfolgsspur. Am Sonntag, den 12. Februar,
erhielt der außergewöhnliche Film im Rahmen der Internationalen
Berliner Filmfestpiele den Preis der Deutschen Filmkritik als Bester
Dokumentarfilm.
Schon im Januar hatte Regisseur Philip Gröning bereits national
wie international Erfolge. Am 13. Januar erhielt er den Bayerischen
Filmpreis aus der Hand des Münchner Erzbischofs, Kardinal Wetter,
der die Laudatio hielt. Ende Januar gewann der Film bei dem von
Robert Redford gegründeten Sundance Film Festival in Utah einen
Spezialpreis der Jury.
Die Preise sind Ausdruck der Anerkennung für ein Werk, das
in der Kinolandschaft einzigartig ist. Ein überlanger Film
ohne Kommentar, der eine Einladung zur Meditation ist, lag völlig
jenseits der gängigen Erfolgrezepte des Kinos. Aber die Botschaft
kommt an. In seiner Laudatio hatte Kardinal Wetter die besonderen
Qualitäten des Films umrissen. Erst in der Stille, so der Kardinal,
beginne der Mensch zu hören und entdecke, worauf es ankomme.
Die schweigenden Mönche zeigten, wie man mit Gott, mit sich
selbst und mit der Welt im Reinen sein könne. Die Stille des
Klosters sei keine Leere, sondern erfüllt von einer Wirklichkeit,
die, weil von der Nähe Gottes erfüllt, wirklicher sei
als alle Welt. Der Film, der nach den Worten des Kardinals Mut
macht zum Nach- und Umdenken findet nach wie vor in den Kinos
sein Publikum, das gerade in Zeiten, wo auf der weltpolitischen
Ebene aufgepeitschte Emotionen den Weg zu Besinnung und Dialog erschweren,
das Angebot des Films gerne annimmt.
Webseite
des Films mit Startterminen
Wortlaut
der Laudatio von Kardinal Wetter
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