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NoBody's Perfect
D 2008
Regie: Niko von Glasow
Länge: 87 Min.
Verleih: Ventura
(teils O.m.d.U.)
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Zwölf sollen es sein, ein Akt für jeden Monat: Regisseur Niko von Glasow, selbst Contergan-geschädigt, sucht elf Mitstreiter, die wie er aufgrund des Medikaments mit schweren körperlichen Behinderungen geboren wurden und bereit sind, sich für einen Kalender nackt fotografieren zu lassen. Er findet tatsächlich genug Mutige, die nicht nur ihre Hüllen fallen lassen, sondern auch Einblicke in ihre Geschichten, Lebenssituationen und -ansichten gewähren. Der Dokumentarfilm schildert die Entstehung des Kalenders von der Suche der Modelle bis zur Präsentation des (gelungenen) Werks.
Dabei besticht der Film nicht zuletzt durch das positive Körperbewusstsein, das die „Pin-ups“ jenseits aller Perfektionsansprüche zur Schau stellen – beim Aktsitzen für die Kamera wie auch in den Gesprächen, in die sie von Glasow verwickelt. Ohne die Beeinträchtigungen der Contergan-Opfer zu beschönigen (gerade die Berichte aus Kindertagen bezeugen schmerzhafte Erfahrungen), ist die Haltung, die der Regisseur und seine Mitstreiter an den Tag legen, von Offenherzigkeit, Humor und Selbstbewusstsein geprägt. Der Film versagt sich jeden Betroffenheitsgestus zugunsten eines spielerischen, erfrischend direkten Zungenschlags, nimmt aber auch die Hersteller des Schlafmittels ins Visier, die sich bis heute ihrer Verantwortung nicht stellen. Die unprätentiöse Machart und die Auswahl der Protagonisten stoßen vielfältige Reflexionen über Behinderung, Scham oder den Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl an.
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