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Der
Fuchs und das Mädchen
Frankreich 2007
Regie:Luc Jacquet
Länge: 92 Min.
Verleih:Kinowelt

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Auf einem seiner ausgedehnten
Spaziergänge durch ein riesiges Waldgebiet dicht am Haus der Eltern
entdeckt ein elfjähriges Mädchen eine Füchsin auf der Pirsch.
Das ebenso überraschende wie abrupt endende Treffen entfacht in der
naturverbundenen Einzelgängerin eine tiefe, ihr unerklärliche
Hingezogenheit zu dem Tier. Über Monate hinweg und in schier endlosen
Stunden der Einsamkeit entwickelt das Mädchen außerordentliche
Beharrlichkeit und sucht die Nähe des scheuen Waldbewohners. Tatsächlich
entsteht schließlich eine intensive Freundschaft zu dem Tier und
dessen Nachkommenschaft.
Luc Jacquet, der mit seinem Film Die Reise der Pinguine versuchte,
realistische Naturbeobachtungen in eine menschliche Dramaturgie
zu zwingen, verfolgt mit dem Spielfilm Der Fuchs und das Mädchen
genau den entgegengesetzten Ansatz: In seiner märchenhaften Geschichte
um die Seelenverwandtschaft zweier konträrer Wesen schafft der Regisseur
ein Bewusstsein für eine eigenständige, selbstbestimmte Natur,
die zwar die Nähe des Menschen duldet, aber unter jeglicher Vereinnahmung
leidet. Exemplarisch führt der Film diese Maxime an den Naturerfahrungen
sowie am mitunter schmerzlichen Lernprozess des Mädchens vor, dessen
ausdrucksstarkes Gesicht dabei Charisma und viel Sympathie ausstrahlt.
Zugleich entführt der Film in eine magische Welt des Unterholzes
und der verborgenen Weiten einer Welt weitab menschlicher Kulturlandschaften
und erzählt in visuell überwältigenden, nie aber kitschigen
Bildern eine außergewöhnliche Generationengeschichte. Was Kinder
und Erwachsene über Natur und Tiere, über Freiheit und Grenzerfahrungen
lernen können und was sie dabei an Werten vermittelt bekommen, ist
in dem außergewöhnlichen Natur-, Tier- und Kinderfilm eindrucksvoll
gebündelt.
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