| Kinotipp der katholischen Filmkritik 171/Juli 2007 | ||
![]() |
Erde und Asche Afghanistan/Frankreich
2005
|
Steine, Staub, verbrannte
Erde, eine vom Krieg zerstörte Brücke und ein explodierter Panzer:
Mehr hat die Weggabelung im menschenleeren Norden Afghanistans nicht zu
bieten, an der ein alter Mann und sein fünfjähriger Enkel auf
einen Laster warten, der sie in die Berge bringen soll. Dort schuftet
der Vater des Jungen, dem sie die traurige Nachricht überbringen
wollen, dass der Rest ihrer Familie sowie nahezu ihr gesamtes Dorf bei
einem Angriff ausgelöscht wurden. Doch ein ums andere Mal verpassen
sie das Fahrzeug, das sie mitnehmen könnte. Das ist dem alten Mann
insgeheim gar nicht unrecht, weil er nicht weiß, wie er seinem Sohn
die Hiobsbotschaft überbringen soll, ohne dass die Spirale aus Tod
und Gewalt ein weiteres Mal in Bewegung gesetzt würde. Gleichzeitig
quält ihn aber auch die Frage, ob die Gerüchte nicht doch längst
bis zum Bergwerk gedrungen sind und, falls ja, warum sein Sohn nichts
von sich hören hat lassen. |