| Kinotipp der katholischen Filmkritik 165/September 2006 | ||
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Der Kick Deutschland 2006
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Im Herbst 2002 schockierte
ein bestialischer Mord in Neubrandenburg die Öffentlichkeit, bei
dem ein 16-Jähriger von drei Bekannten gefoltert und getötet
wurde. Die Medien überboten sich in pauschalen Urteilen, in denen
von menschlichen Bestien und rechter Gewalt die Rede war. Mit solchen
Plattitüden wollte sich der Dokumentarist Andres Veiel nicht zufrieden
geben. Er recherchierte vor Ort und wertete die Vernehmungsprotokolle
der Polizei sowie die Gerichtsakten aus. Zusammen mit der Dramaturgin
Gesine Schmidt verfasste er ein dokumentarisches Theaterstück, das
die grausame Tat in familiäre, soziale und gesellschaftliche Kontexte
rückt, ohne das Verbrechen dadurch erklären zu wollen. In dem
minimalistischen, mit Mitteln des Brechtschen Theaters arbeitenden Stück
kommen die Täter, ihre Eltern, die Dorfbewohner und andere zu Wort.
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