Film-Festival Cottbus
2007

Preis der Ökumenischen Jury beim 17. FilmFestival Cottbus - Festival des osteuropäischen Films (6.-10.11.2007) ging an den Film

PUTESCHESTWIJE S DOMASCHNIMI SCHIWOTNYMI (Reise mit Haustieren)
Russland 2007
von Vera Storoschewa

Als 16-jährige wurde Natalia aus einem Kinderheim geholt und mit einem älteren Mann verheiratet. An einer gottverlassenen Bahnstation hat sie mit dem ungeliebten Mann ein Einsiedlerleben geführt. Als der Mann plötzlich stirbt, hinterlässt er ihr den Hof voller Haustiere und unerwartet viel Geld. So beginnt für sie das Abenteuer, den Weg in ein neues Leben zu finden.

Die Jury schreibt in ihrer Begründung:

„Der Film erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die nach dem Tod ihres Ehemanns ihre Unabhängigkeit findet. In sorgfältig komponierten Tableaus konstruiert die Regisseurin ein modernes Märchen über eine Frau, die sich gegen die Erwartungen, die an sie gestellt werden, behauptet. Die poetische Kraft der Hauptfigur macht den Film über seinen unmittelbaren Kontext hinaus lesbar.“

Der Film war auch bei anderen Jurys der Favorit. Die Internationale Jury verlieh der Regisseurin den Spezialpreis für die beste Regie, der Hauptdarstellerin den Spezialpreis für eine künstlerisch herausragende Einzelleistung, ebenso erhielt der Film den FIPRESCI-Preis der internationalen Vereinigung der Filmjournalisten sowie den Don-Quijote-Preis der internationalen Vereinigung der Filmclubs.

Mitglieder der Ökumenischen Jury waren:
Stefan Förner, (Deutschland),
Jakob Hoffmann, (Deutschland),
Bernadette Meier (Schweiz) und
Milja Radovic (Serbien/Großbritannien)

Link zum Film: http://filmfestival.pool-production.de/index.php?page_name=ReiseMitHaustieren

 

2005

Der Preis der Ökumenischen Jury beim 15. Festival des osteuropäischen Films in Cottbus (8.11. – 12.11.2005) ging an den Film::

Odgrobadogroba (Von Grab zu Grab)
Slowenien/Kroatien 2005
von Jan Cvitkovic
Der Tod, mit dem Pero als Grabredner sein Geld verdient, wird im Laufe des Films zu einer unaussprechlichen Erfahrung. Mit viel Humor und langen, ausdrucksstarken Einstellungen entfaltet "Von Grab zu Grab" ein Netz von Beziehungen in einem slowenischen Dorf: Ein Mikrokosmos unter südlicher Sonne sieht sich gezwungen, sich mit der Vergänglichkeit auseinanderzusetzen. Verschiedene Erklärungsmodelle werden durchgespielt, komische und abgründige Aspekte miteinander verbunden. Die Möglichkeit einer Erlösung schimmert auf.

Der Film erhielt auch den Hauptpreis der Internationalen Jury.

Mitglieder der Ökumenischen Jury waren:
Florian Kröppel (Österreich),
Angelika Obert (Deutschland),
Géza Tislér (Ungarn),
Katharina Zeckau (Deutschland).

2004

Der Preis der Ökumenischen Jury beim 14. Festival des osteuropäischen Films in Cottbus ging an den Film

Kontroll (KONTROLLE)
Ungarn 2003
von Nimród Antal

Die Budapester Metro wird zu einem packenden Gleichnis für die verborgenen Seiten der menschlichen Existenz - sowohl in ihrer sozialen wie in ihrer psychischen Dimension. Mit großer Genauigkeit verknüpft der Regisseur die Abgründe unserer Gesellschaft mit den Abgründen der menschlichen Seele. Er lotet ihre Gefahren in aller Schärfe aus, ohne die Hoffnung auf Rettung aus dem Auge zu verlieren.

Mitglieder der Jury waren
Bernadette Meier (Schweiz),
Angelika Obert (Deutschland) und
Petr Siska (Tschechien).

2003

Den Preis der Ökumenische Jury beim 13. Filmfestival Cottbus erhielt der Film

Woswraschtschenije (Die Rückkehr)
RU 2003

von Andrej Swjaginzew,
Der Film zeigt zwei Brüder in der Situation der Vorpubertät, in der sie herausgefordert werden durch einen Vater, den sie nicht kennen und der sie nicht liebt. Eine perfekte Kulisse eines Ausflugs in eine einsame Seenlandschaft zeigt die Schwierigkeiten einer Vater-Sohn-Beziehung. Es gelingt dem Regisseur mit hoher psychologischer Sensibilität, die einzelnen Charaktere der Protagonisten zu zeichnen. Überragende schauspielerische Leistung der Darsteller und exzellent komponierte Bilder vervollständigen dieses filmische Meisterwerk.

Die Mitglieder der Ökumenischen Jury waren:
Latavra Doularidze, Russland
Marta Franekova, Slowakische Republik
Arne Kristophersen, Dänemark
Lothar Strüber, Deutschland


2002

Die Ökumenische Jury beim 12. Festival des osteuropäischen Films vergab den Preis der Ökumenischen Jury an den Film

Slepa Pega (Blind Spot/Blinder Fleck),
Slowenien 2002
von Hanna A.W. Slak

Die Regisseurin und Drehbuchautorin zeigt in düsteren Bildern, aber auf sehr sensible Weise den verzweifelten Versuch einer jungen Frau, ihren AIDS-kranken Bruder beizustehen. Der Film fordert dazu auf, über ein Sterben in Würde nachzudenken.

Mitglieder der Ökumenischen Jury waren:
Jacek Borzych (Polen),
Bo Torp Pedersen (Dänemark), Präsident,
Dorothea Schmitt-Hollstein (Deutschland),
Lothar Strüber (Deutschland)